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Erich Christian Fastenmeiervor 8 Stunden
reflab.ch

Alltagsmystik: Ich bin ver-rückt! Du auch?

Das Flüstern der Nähe Je näher man sich ist, desto leiser spricht man. Wenn ich mich einem Menschen gegenüber ganz nahe fühle, dann muss ich nicht laut sein. Dann reicht ein Flüstern. In einem Moment zarter Intimität schreie ich dir nicht ins Ohr. Wenn Gott spricht, dann flüstert er. Seine Stimme ist kein Getöse. Sie ist leise, sanft, manchmal kaum zu hören. Aber sie ist da. Und sie spricht. Vielleicht hast du sie auch schon einmal vernommen: als Ahnung, als tiefer Friede, als Blick eines geliebten Menschen oder im Rauschen des Herbstlaubes. Ich denke: Vielleicht flüstert Gott nicht, weil er schüchtern ist. Sondern weil er uns so nahe ist. Es braucht nicht viele Worte. Nur Aufmerksamkeit. Hinhören. Und Stille. Mir gefällt Psalm 46,11: «Seid stille und erkennt, dass ich Gott bin.» Gotteserkenntnis braucht keine Erklärung, sondern Raum, der durch die Stille entstehen kann. Ver-rückt sein Ich bin oft nicht da. Mein Körper schon, mein Geist nicht. Ich springe zwischen dem, was war, und dem …

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